Was ist Meditation eigentlich ?
Meditation führt uns in die Tiefen unseres menschlichen
Seins, diese zu erfahren gibt uns Geborgenheit und führt zu
Harmonie mit uns, unseren Mitmenschen und der Natur.
Praktisch gesehen ist Meditation eine Übung, bei der man
sich in einer entspannten Körperhaltung auf eine einzige
Sache intensiv konzentriert. Störungen von außen wie
Geräusche und Gedanken, die einem dabei durch den Kopf
gehen, werden zwar wahrgenommen, aber nicht weiter verfolgt.
Und wenn man sich doch kurzzeitig ablenken lässt, kehrt man
immer wieder zu dem zurück, auf das man sich gerade
konzentriert. Dies kann ein Bild, eine brennende Kerze, eine
kurze Meditationsformel, ein Bibeltext, ein Gebet, der
eigene Atem, oder der sich bewegende Körper sein.
Dieses bewusste Abschalten führt dazu, dass der Blutdruck
sinkt und der Herzschlag sich verringert. Der im Alltag
meist ruhelose Geist entspannt sich, Denken und Fühlen
kommen in Einklang, der Meditierende fühlt sich gelassen und
friedlich.
Kurz: Meditation wirkt auf Körper und Geist beruhigend.
Dadurch werden Verspannungen gelöst, das Nerven- und das
Immunsystem werden gestärkt, Stress und stressbedingten
Erkrankungen wird vorgebeugt. Ferner werden Heilungsprozesse
nachweislich beschleunigt, Kopfschmerzen nehmen ab, und das
Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, sinkt.

Zugleich lernt der Meditierende, jeden Moment anzunehmen wie
er ist - ohne ihn zu bewerten oder dagegen anzukämpfen. Dies
hilft, auch im Alltag mit unangenehmen Dingen wie
Krankheiten oder Problemen gelassener umzugehen.
Wer anfangen möchte zu meditieren, sollte dies unter
professioneller Anleitung tun. Kurse werden von
Volkshochschulen, Gemeinden, Klöstern und von anderen
religiösen Zentren sowie von Ärzten und Psychologen
angeboten. Wichtig ist, eine Form zu finden, die einem
persönlich Wohlbefinden bringt. Wegweiser ist dabei allein
die innere Stimme. Wenn ein Meditationsangebot mit den
Lehren eines Gurus verknüpft wird, ist generell Skepsis
angebracht.
Die positive Wirkung der Meditation auf Körper und Seele
tritt allerdings nur dann ein, wenn regelmäßig meditiert
wird. Empfohlen wird eine tägliche Praxis von 15 bis 30
Minuten, die sich erfahrungsgemäß am besten morgens in den
Tagesablauf integrieren lässt.
Es mag uns zwar besonders in Stresszeiten wie ein Wunder vorkommen, einfach nur ruhig mit leerem Geist dasitzen zu können, aber dahinter steckt einfach ein bisschen Übung und die ein oder andere Methode, die es uns ermöglicht, unseren Geist zu beruhigen.
@ 2004 entspannung-und-meditation.de
